Peter Wolf Testet: Samsung Blue Earth Solarhandy
26.1.2010, 11:30
Peter Wolf ist Projektleiter Multimedia und Redaktor bei Ringier www.ringier.ch
Normalerweise werde ich ziemlich nervös, wenn mein Handy unterwegs nur noch einen Balken im Batteriesymbol anzeigt. Ich beginne mich nach Laptop-Besitzern umzuschauen, mit denen ich mich auf die Schnelle anfreunden könnte, damit sie mir erlauben, mit einem USB-Ladekabel aus ihrem Rechner Energie für mein Mobiltelefon abzusaugen. Diese Sorgen habe ich mit dem Samsung Blue Earth Solarhandy nicht. Solange da nicht nur der Schatten des baldigen Energieverlusts ist, sondern auch Licht, solange können die Solarzellen auf dem Rücken dem Telefon wieder Leben einhauchen.
Eine Stunde Aufladen bei normalem Tageslicht reicht für zehn Gesprächsminuten oder zwei Stunden Standby (siehe http://swisscomnature.blueblog.ch/p180.html). Allerdings ist jetzt nicht die Meinung, dass man künftig auf Reisen kein Ladegerät mehr mitnehmen muss und stattdessen einfach im Hotelzimmer die ganze Nacht das Licht brennen lässt, um das Telefon aufzuladen. Das widerspricht der Recycling- und Energiespar-Philosophie, auf die das ganze Gerät ausgelegt ist. Denn es will seine Benutzer für den Umweltschutz sensibilisieren: Den Bildschirm kann man zum Beispiel nur entriegeln, wenn man eine abgebildete Getränkedose in den Abfalleimer auf dem Bildschirm bewegt oder einen laufenden Wasserhahn mit einer Wischbewegung abstellt. Ein Schrittzähler gibt an, um wie viele Gramm ich die CO2-Emissionen senke oder wie viele Bäume ich rette, während ich herumlaufe.
Irgendwie hat man bei dem Touchscreen-Handy immer das Gefühl, ein kleines iPhone in der Hand zu halten. Im Gegensatz zum Apple-Telefon aber bestätigt es jede Eingabe auf dem Display mit einem kleinen Vibrieren, was ein willkommenes Feedback darstellt. So ist auch die Passworteingabe kein Problem und gelingt das Verbinden selbst mit verschlüsselten W-LAN-Netzwerken einfach und schnell. Auf die Dauer nervt es allerdings schon, dass alle Texteingaben wie auf einer virtuellen Handytastatur erfolgen müssen (vier Mal tippen für ein «S» zum Beispiel). Da zeigen sich halt die Grenzen der Grösse. Auf einem etwas stattlicheren Display hätte sich eine Volltastatur einblenden lassen.
Ansonsten ist vieles enthalten, was man von einem modernen Multimedia-Handy erwartet: Bewegungssensor, Kamera, Google Maps, ein Radio. Der klare Bildschirm bietet leider kein Multitouch, was aber clever und intuitiv umgangen wurde: zum Vergrössern eines Bildausschnitts hält man den Finger kurz auf den Screen und wischt dann nach oben. Zum Verkleinern analog nach unten.
Leider sieht es nur so aus, als ob sich Facebook, MySpace- oder YouTube-Clients auf dem Handy befinden. In Tat und Wahrheit sind es jedoch bloss Links auf die mobilen Webseiten der jeweiligen Dienste.
Super hingegen ist die Funktion «Musikerkennung», die 10 Sekunden lang irgendeinem Song zuhört und anschliessend sagt, wie er heisst. Und das mit erstaunlicher Treffergenauigkeit und selbst bei meinem merkwürdigen Musikgeschmack.
Die grösste Überraschung aber war, dass ich es innert kürzester Zeit schaffte, meine Geschäfts-Mails via Exchange ActiveSync abzurufen.
Weitere Informationen zum Samsung Blue Earth Solarhandy: www.swisscom.ch
Tags: Testberichte Mobiltelefone Mobilität Management
Kommentare als RSS Feed
Kommentare
Content
Anleitungen Arbeitsplatz Audio Buchempfehlungen Checklisten Collaboration CRM Events Green IT ICT-Trends Logistik Magazin Management Mobilität Mobiltelefone Netzwerk Outsourcing Prozessoptimierung Referenzvideos RFID RSS SaaS Sicherheit Telefonie Testberichte Tests UCC Video VoiP Web 2.0 Web 3.0 Webcasts Webtrends


Noch keine Kommentare