Peter Wolf testet: Nokia E75.

29.6.2009, 9:51

Nokia E75

Peter Wolf ist Projektleiter Multimedia und Redaktor bei Ringier.

Nokias E75 ist ein Wolf im Schafspelz (dieses Wortspiel musste einfach sein): im geschlossenen Zustand schaut es aus wie ein harmloses Telefon der “ich will damit nur telefonieren und SMSen”-Fraktion. Verschiebt man das Oberteil aber nach rechts, kommt darunter eine ausgewachsene Tastatur zum Vorschein. Und die macht klar: dieses Telefon wurde zum Schreiben und Erfassen erschaffen.

Dies betrifft in erster Linie E-Mail. Das E75 ist eine vollwertige Mail-Maschine. Nicht nur wegen der auch mit zwei Daumen gut bedienbaren Tastatur, die sogar eigene Tasten für Ä, Ö und Ü hat, was längst nicht jedes Volltastaturhandy anbietet. Sondern auch dank der absolut einfachen Art der Konfiguration.

Für die meisten E-Mail-Postfächer genügt es, “E-Mail einrichten” auf der Startseite anzuklicken, “E-Mail-Setup starten” zu wählen, dann seine Adresse sowie das zugehörige Passwort einzugeben - und das Handy erledigt den Rest. Die Einstellungen der gängigsten Anbieter sind gespeichert, lediglich bei sehr exotischen Adressen muss man selber konfigurieren.

Selbst meine Geschäfts-Mailbox konnte ich relativ einfach anhängen. Ähnlich wie das iPhone kann auch das E75 über Outlook Web Access (OWA) auf unseren Exchange-Server zugreifen. Hier war ein bisschen Handarbeit erforderlich, aber dann liefs perfekt (unter “Mail for Exchange” die selben Eingaben tätigen wie beim iPhone).

Erfassen kann man mit dem Handy aber nicht nur Text, sondern auch Bilder. Die 3.2-Megapixel-Kamera hat einen Autofokus, was auch Nahaufnahmen ermöglicht. Damit lassen sich auch Barcodes, Visitenkarten oder Zeitungsspalten scharf festhalten.

Das E75 ist ein gutes Beispiel für ein Gerät, das bei der Arbeit wie auch in der Freizeit gleichermassen gute Dienste leistet. Dafür sorgen unter anderem die personalisierbaren Modi, mit denen man zwischen “Geschäftlich” und “Persönlich” hin und her wechseln kann und das Handy mal als Arbeitsgerät und mal als Spassgerät konfigurieren kann, indem unterschiedliche Applikationen oder Benachrichtigungen aktiviert werden.

Praktisch für Geschäfts- wie auch für Privatreisen ist das eingebaute Navigationsgerät mit Routenplaner und Abbiege-Informationen (die ersten 3 Monate gratis).

Dank der Standard-Klinkenbuchse ist das Smartphone auch ein idealer Musikplayer für unterwegs: Dadurch lässt sich jeder Stereo-Kopfhörer anschliessen, es braucht weder Adapter noch Spezial-Headset, die man sowieso nie dabei hat.

Das Handy lässt sich im geöffneten wie im geschlossenen Zustand gut bedienen. Einzig beim Surfen ist es nicht ganz auf der Höhe: hier kann es nicht mithalten mit dem Komfort, den Geräte mit Touchscreen bieten.

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Tags: Testberichte Mobiltelefone Mobilität Management

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